esselamü aleyküm
Die Demokratie ist in der Tat eine Verwaltungsform, die die Diktatur des Einzelnen, die Herrschaft einer bestimmten Klasse oder einer Familie unterbindet. Sie bedeutet, das Volk oder eine ganze Mehrheit des Volkes an der Verwaltung und Regierung beteiligen zu lassen. Besser gesagt, die Verwaltung einer Gruppe von Repräsentanten des Volkes zu übergeben. Auf diese Weise ist dann die Demokratie eine Verwaltung, die Diktaturregime liquidiert.
Bis hierher schön und gut. Aber da die Demokratie ein Regime europäischen Ursprungs ist, wurde sie aus einer Philosophie entstanden, die vom Islam verworfen wird. Und diese Philosophie ist ihr Grundstein. Es stimmt nun, dass nach dem Regime der Demokratie das Individium im Staatswesen eine Grundlage ist. Der Staat existiert nur für das Gemeinwohl des Einzelnen. Der Einzelne erfreut sich in Bezug auf seine ganzen Verfügungen - sei es wirtschaftlich, sei es moralisch oder geistig - einer absoluten Freiheit.
Die einzige Aufgabe des Staates ist es, die Freiheiten zu regeln, damit die Freiheiten der Individuen sich nicht kreuzen. Diese Philosophie liegt weit entfernt von der islamischen Gesinnung und vom Verstand des Islams. Denn die Philosophie, die die Grundlage der Demokratie bildet, stellt ohne weiteres im Gedankenbereich den Glauben dem Unglauben, im moralischen Bereich die absolute Unbeschränktheit der Haltung der Treue für die Tugend und im Wirtschaftsbereich Grosskapitalismus dem auf das Gemeinwohl beschränkte Kapitalismus gleich. Sie zeigt allen beiden Gegensätzen gegenüber die gleiche Toleranz.
Der Islam erlaubt niemals die absolute Freiheit, die auf Unglauben, Niederträchtigkeit und Ungerechtigkeit hinauslaufen würde. Und sie unterzieht die solchermassen entgegengesetzten Tendenzen derselben Behandlung.
Was Islam sagt, ist folgendes:
GESETZE ZU GEBEN IST ALLEIN DAS RECHT ALLAHS, DES ERHABENEN.
Der Mensch ist derjenige, der die bestehende göttliche Ordnung anwendet. Also die Ermächtigung, Gesetze zu geben, liegt nach Islam einzig und allein bei
Allah.
Wie man sieht, weist die Demokratie auch die Herrschaft Allahs zurück. Selbstverständlich bedeutet dies: Wenn das heilige Buch Allahs, das eine Quelle für alle Gesetze bilden sollte, nicht als Schiedspruchstelle akzeptiert wird, wird dann die Herrschaft Allahs verworfen. Die Herrschaft Allahs würde somit seine Wirkung verlieren.
Kurzum steht das demokratische Regime in der Wurzel, im Fundament und in seinen Folgen mit dem Islam in Kontrast und läuft somit dem Islam in höchstem Masse zuwider. Ein Muslim, der welche Seite von beiden anzunehmen vermag, verwirft somit die andere Seite. Der Mensch als Muslim darf nicht zwischen den beiden stehen. Ein Muslim darf die beiden nicht miteinander vermischen. Denn die beiden sind einander entgegengesetzt. Demnach ist alles dementsprechend zu beurteilen.
Die Tatsache, die wir oben berührt haben, ist sowohl Freunden als auch Feinden wohlbekannt. Als ein Beispiel sagt D. Fetra Cral:
"Der Islam ist nicht nur ein Komplex von Gottesdiensten, sondern er ist gleichzeitig eine Ordnung." Und Dr. Saht: "Der Islam vertritt vielmehr einige rechtliche und administrative Theorien als nur gottesdienstliche Handlungen."
Zusammengefasst ist der Islam eine äusserst wissenschaftliche und vollständige Ordnung, die sowohl die Religion als auch den Staat umfasst.
bis zum nächsten mal meine religionsbrüder
esselamü aleyküm