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  #1
Alt 12.03.2008, 12:42

 
zehram - ait Kullanıcı Resmi (Avatar)
 
Üyelik tarihi: 26.06.2006
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Und wer auf Allah vertraut, für den ist Er sein Genüge!

Anbei der Erfahrungsberciht der Oberhasuener Schwester!


Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten und Allahs Segen und Frieden seien auf dem Propheten.
As salamu aleikum ua Rahmatullahi ua barakatuh geschätzte Geschwister im Islam.
InschaAllah (t) seid ihr beim besten Iman und inschaAllah (t) geht es euch und euren Familien gut.
Ich möchte euch nun, mit Allahs (t) Erlaubnis von den Schwierigkeiten berichten, die mir als Muslima auf einem staatlichen Gymnasium, einer öffentlichen Schule, begegneten; wie ich sie mit Hilfe Allahs (t) gelöst habe, und was mir Kraft und Mut gab, standhaft zu bleiben. Sehr viele jugendliche Muslime befinden sich im selben Dilemma, und das Deutschland weit. Und gerade an diese Geschwister richtet sich inschaAllah (t) mein Schreiben, um euch zu bestätigen und zu verdeutlichen, dass es immer, aber auch immer einen Ausweg gibt, auch wenn die Situation noch so ausgangslos scheinen mag. Denn Allah (t) sagt selber im heiligen Qur'an: " ... Wer auf Allah vertraut, für den ist er sein Genüge. Wahrlich, Allah setzt durch, was Er will; siehe Allah hat für alles eine Bestimmung gemacht. " Diese Ayat aus dem heiligen Qur'an, sagen eigentlich alles, was man als Muslim/a wissen muss, Allah (t) gibt hier sein Versprechen an uns, dass Er uns helfen wird, wenn wir auf Ihn vertrauen, und wAllahi Allah (t) bricht seine Versprechen nicht.
Nun zu meiner Person. Ich heiße Jasmina I., ich besuche die 10. Klasse des Bertha-von-Suttner Gymnasium in Oberhausen, N-R-W. Al hamdu Lillah bin ich praktizierende Muslimah. Ich habe al hamdu Lillah vor knapp vier Jahren angefangen Hijab zu tragen, bzw das Kopftuch. Damals besuchte ich die sechste Klasse an der selben Schule. Der Wunsch Hijab zu tragen, kam bei mir sehr plötzlich subhanaAllah und so konfrontierte ich meine Mitschüler, Lehrer und meine restliche Umwelt von heute auf Morgen, mit "meinem neuen Ich", also mit meinem neuen Erscheinungsbild als bedeckte Muslimah. Ich befand mich im zweiten Halbjahr der sechsten Klasse, in der auf meiner Schule Schwimmunterricht erteilt wird. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich auch teilgenommen, da ich es nicht besser wusste, aber natürlich wollte und konnte ich nun nicht mehr, wie bisher am gemischten Schwimmunterricht teilnehmen. Was sich als ein enormes Problem für meine Lehrer und die Schulleitung entpuppte. Mit meinen gerade 13 Jahren konnte ich nicht gut argumentieren und mich zur Wehr setzten, und mit dem wenig Wissen, dass ich über unsere vollkommene Religion besaß, war ich nicht in der Lage, meinen Standpunkt klarzumachen. Es kamen ein Termin nach dem anderen mit den Lehrern, ich durfte mir Drohungen vom Feinsten anhören, wie z.B. dass man dafür sorgen werde, dass ein Kopftuchverbot für alle Schulen in Kraft tritt, oder dass ich in Sport eine 6 bekomme, und somit sitzen bliebe, oder auch, dass ich ganz von der Schule geschmissen werde... Doch das alles waren leere Versprechungen und wirres Gerede, denn ich habe, nach dem ich anfing Hijab zu tragen, kein einziges Mal mehr am Schwimmunterricht teilgenommen al hamdu Lillah. Natürlich war es damit nicht erledigt, denn Allah (t) prüft uns, um zu sehen, ob wir standhaft bleiben. So musste ich mir viele verletzende Sprüche meiner Mitschüler und ja sogar Lehrer anhören, und wenn es keine Sprüche waren, so waren es eben Blicke, und Blicke sagen mehr als tausend Worte. Und ich sage: "Wer Allah fürchtet, dem ist er sein Genüge". Nach vielen vergossenen Tränen und Ängsten, sie könnten ihre Drohungen durchsetzten, ließen sie nach einiger Zeit einfach nur in Ruhe, es wurde nicht mehr über das Thema Schwimmen gesprochen, ich musste nicht mehr mitmachen, und meine Mitschüler und Lehrer entschuldigten sich einer nach dem anderen bei mir subhanaAllah uaLLahu akbar!
Nun ist es aber so, dass ich über drei Jahre nicht den richtigen Hijab angezogen hatte, sondern das, was leider weit verbreitet ist: Jeans, vielleicht auch eine Stoffhose, Oberteil und ein Kopftuch, was ja nicht den Anforderungen des islamischen Hijabs und seiner Bedeutung entspricht. Al hamdu Lillah, hat mich Allah (t) rechtgeleitet und ich fing an, Schritt für Schritt meine Kleidung zu ändern. Erst zog ich nur noch bodenlange Röcke an, dann wurden die Oberteile immer länger und breiter, bis ich zum Abaya (ein langes, breites Kleid/ Gewand) kam al hamdu Lillah. Und als ich anfing mich nun so zu kleiden, wurd ich wieder zum Dorn im Auge subhanaAllah. Trotz der Tatsache, dass man uns immer wieder einredet, wie wichtig die Menschen und Grundgesetzte sind, versucht man mich meiner gleichzeitig zu berauben. Ob das einen Sinn macht? Das bezweifle ich... Zuerst sagte mir niemand was, zu meiner neuen Kleidungsart. Ich wusste nicht einmal, dass die Schulleitung solche Probleme damit hat. Wie ich es erfuhr? Durch ein weiteres Problem, dem ich, wie auch viele andere Muslimahs ausgesetzt sind - der Klassenfahrt!
Zuerst hatte ich mich für die Klassenfahrt angemeldet, in Unwissenheit darüber, dass es mir als Muslimah nicht gestattet ist, an solchen Fahrten teilzunehmen. Als mir bewusst wurde, wie ernst die Sache ist, musste ich alles daran setzten nicht mitzufahren. Viele sagten mir, ja sogar Muslime selber: "Ach komm, das ist doch ´nur`eine Klassenfahrt, was soll da großartiges passieren." und ähnliches, jedoch, man muss sich bewusst werden, dass wir leben, um Allah (t) zu dienen und uns unseren "Schlüssen zum ewigen Paradies" erarbeiten müssen, und wahrlich das Paradies ist teuer. Wir müssen uns bewusst sein, dass unser Leben jeden Moment, jede Minute, ja sogar jede Sekunde sein Ende finden kann, wenn Allah (t) es so will; und ich will mir nicht vorstellen, was mit denjenigen passiert, die mitfahren auf so eine Klassenfahrt, wo die Geschlechter gemischt sind, wo Alkohol und Zina betrieben wird und vieles mehr; und denen, die Allah (t) gegenüber ungehorsam sind, denen die Seine Grenzen überschreiten, und plötzlich sterben.. Möge Allah (t) uns vor sowas bewahren. AMIN! Um auf den Punkt zurückzukommen, hatte ich mir Tagelang den Kopf zerbrochen, wie ich es der Lehrerin beibringen soll, nach dem alles bereits gebucht und bezahlt war, ich dachte mir, ich warte einige Wochen, bis die Schulkonferenzen vorüber sind, so können sie sich nicht noch während diesen gegen mich verbünden, aber Allah (t) hat allem eine Bestimmung gemacht, sodass ich gar nicht so lange gewartet hab, bis ich mich "geoutet hatte", denn die Lehrerin hatte mich angesprochen, wegen meines Reisepasses, ob dieser denn gültig sei, und nebenbei fragte sie: "Und sonst ist alles geregelt, du kommst auf jeden Fall mit!?". Da sah ich keinen anderen Ausweg, als die Wahrheit zu sprechen und sagte, dass ich nicht mitkommen werde. Auf die Schnelle zu erklären, wieso weshalb wollte sie nicht. Also vereinbarten wir den ersten Termin. In diesem, wurde ich erstmals als Lügnerin abgestempelt, dass es mir nicht um die Religion ging und überhaupt, gibt es gar keinen Beweis, dass ich ohne Mahram nicht reisen darf, habe mir wirklich einige nicht sehr nette Sachen anhören müssen aber nun gut. Mit Hilfe von einigen Geschwistern habe ich leicht die Beweise aus Quran und Sunnah finden können und darüber hinaus islamische Rechtsgutachten (Fatwas). Dann hat man mir geglaubt und durch den Wandeln meiner Kleidung, war es für sie leichter nachzuvollziehen, dass es wirklich aus religiösen Gründen ist, und diese werden hier im Lande rechtlich, durch das Grundgesetzt geschützt, egal um welche Religion es sich handelt!
Als der Schulleiter Wind davon bekam, bestand er auf ein Gespräch mit mir, das circa eine Stunde lang dauerte. Ich musste einige Bemerkungen schlucken. Es war das übliche Gerede, es sei eine Pflichtveranstaltung, ich solle mich gefälligst anpassen, ich lebe ja schließlich in Deutschland, hier herrsch Demokratie, das habe man sich schwerst erkämpft, man werde nicht zulassen, dass die Religion die Oberhand gewinnt, hier herrscht strenge Teilung vom Recht und Staat, entweder ich spiele nach ihren Regeln, oder ich solle auswandern. Natürlich habe ich auch einen Mund al hamdu Lillah, und auf diesen bin ich nicht gefallen, so habe ich mich nicht nur anschreien lassen und habe klar und deutlich gemacht, da geht gar nichts, keine Kompromisse. Irgendwann mal war es auch genug des "Guten", und Fazit des Gespräches war, er würde es sich überlegen. Im Endeffekt sage ich nur ALLAHU AKBAR, ich sitze nun hier und schreibe diesen Text, und meine Klasse ist bereits auf Klassenfahrt. Die Kosten musste ich tragen, aber das ist es wert, wAllahi für Allahs (t) Wohlgefallen ist es das allemal.
Nun sollte es ja nicht nur bei dem einen Gespräch bleiben, nein, nein, als der Flug schon längst storniert wurde. Klingelt eines Mittags das Telefon, die Liebe Frau Lehrerin besteht auf ein weiteres Gespräch. Auf meine Frage, worum es sich handelt, denn das mit der Klassenfahrt sei doch schon längt Geschichte sagte sie, ja wegen Klassenfahrt und "der Art wie du dich Kleidest". Schock, dachte ich nur. Hmm nach vier Jahren Kopftuch stellt meine Kleidungsart nun einen Problem dar. Alles klaaar. Nun ja, ich muss zugeben, sie hatte sich etwas verändert, wie bereits erwähnt, jedoch nur zum positiven al hamdu Lillah. Naja, ich habe den Termin natürlich wahrgenommen, obwohl ich im Vorfeld schon geahnt habe, dass es die reinste Zeitverschwendung bedeutet, aber wir wollen ja nicht so sein. Das Gespräch verlief wie ich es mir dachte (Achtung Ironie ! ): Meine Lehrerin, die keine Muslima ist, kennt sich bestens mit Islam und Quran aus, ja sogar besser als ich und jegliche Gelehrte -auzubillah- Im Quran steht nirgendwo was übers Kopftuch. Ich gehöre nämlich zu einer Sekte. Und ich provoziere alle mit meiner Kleidung usw usf... Nun ja lange Rede kurzer Sinn, das Gespräch war überfällig, und ich trage weiterhin die selbe Kleidung, auf der selben Schule al hamdu Lillah...
Nein, doch nicht ganz die selbe. Ich trage nun auch nicht mehr diese üblichen Schals, als Kopftuch, sondern Khimar, was ja das eigentliche Hijab ist, was den ganzen Oberkörper bedeckt al hamdu Lillah. Doch ihr könnt es euch denken, was das für mich bedeutet... Genau, es steht wieder ein Termin vor der Tür, mit dem lieben Herr Schulleiter und wieder das gleiche von vorne. Aber nur Geduld, denn Allah liebt die Geduldigen.
Ich mache mir nun nichts mehr aus solchen Gesprächen, früher habe ich mir Tagelang im Vorfeld schon Gedanken gemacht und meinen Kopf zerbrochen, aber subhanaAllah, was können sie denn großartiges machen, in Deutschland ist die uneingeschränkte Religionsausübung gewährleistet (das umfasst auch Kleidungsstil, Klassenfahrten etc.) und es herrscht Religionsfreiheit, dies muss man nur wissen, und davon mal abgesehen, was das wichtigste ist, wir sind Muslime al hamdu Lillah, wir haben Allah (t) auf unserer Seite. Wozu sich dann den Kopf zerbrechen. Meine Nasiha an alle Geschwister, vor allem an alle Schwestern, die in der selben Lage sind, denen nicht mal die eigenen Freunde, ja sogar die eigene Familie den Rücken stärkt, wenn die ganze Welt gegen dich scheint, weil du den Islam praktizierst, sei dir gewiss, du machst was richtig, denn der Prophet Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm sagte: "Der Islam begann fremd, und wird wieder fremd, wie er begann. Und frohe Botschaft an die Fremden." (Sinngemäß) Und meine Nasiha ist nur Gottesfurcht, Gottesfurcht, Gottesfurcht und Vertrauen in Allah, denn: Wer auf Allah vertraut, für den ist er sein Genüge. Wahrlich, Allah setzt durch, was Er will; siehe Allah hat für alles eine Bestimmung gemacht!
Möge Allah (t) mich und euch alle rechtleiten und standhaft machen in unserem Diin und Iman. Möge Er (t) euch mit den höchsten Stufen des Paradieses belohnen.Amin.
Alles Gute in dem Schreiben ist von Allah (t) und alles schlechte von mir und dem Schaytan.
Salam aleikum ua Rahmatullahi ua barakatuh eure Schwester im Islam Jasmina I.
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