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| Wie bestimmt sich die Beziehung zwischen Geschöpf und Schöpfer? Wie bestimmt sich die Beziehung zwischen Geschöpf und Schöpfer?12.01.07 VON: UM YASIR Kategorie: Religion Wer hat das größere Wissen um diese Beziehung zu bestimmen? Wer hat das größere Anrecht? Ohne Zweifel ist es der Schöpfer und nicht das Geschöpf. Wenn es eine Tatsache ist, dass Allah mich mit der Gotteserkenntnis erschaffen hat und ich zugebe, dass Allah mein Herr ist, und ich wahrnehme, an welche Stelle Er mich in dieser Welt gesetzt hat, frage ich mich nun wie meine Beziehung zu meinem Schöpfer aussehen soll. Ich stelle diese Frage aus Liebe und Dankbarkeit, denn welcher Mensch würde nicht alles für seinen Liebsten tun und aus der Erkenntnis, dass der Mensch mit seinem eigenem Verständnis der Welt und ihren sämtlichen Herausforderungen schnell in Erklärungsnot geraten und den harmonisch vereinten Weg von Menschlichkeit, Wissenschaftlichkeit, Spiritualität und Lebensbewältigung (wie der Islam ihn beinhaltet), nicht ohne Hilfe erschließen kann und die höchste und edelste Form der Ausführung nie erlangen kann außer durch den einzigen sichereren Weg, nämlich den der Übereinstimmung mit der göttlichen Offenbarung. Denn Allah ist Allwissend. Es ist überliefert, dass Allah mehr Barmherzigkeit für Seine Schöpfung hat als die liebevollste und fürsorglichste Mutter für ihr Kind. Aus Liebe und Fürsorge wird eine Mutter ihrem Kind auf das Strengste verbieten, aus dem Fenster zu springen, oder den Teppich anzuzünden oder bei rot über die Strasse zu gehen. Ein dürftiger Vergleich, aber auch ein Aspekt der Gebote und Verbote Allahs Seinen Geschöpfen gegenüber, Seiner Liebe und Barmherzigkeit. Und nur Er kennt den besten Weg für uns, denn Er kennt jeden Menschen besser als er sich selbst und ist ihm näher als seine eigene Halsschlagader. (Qur´an ) Diese Nähe äußert sich in Barmherzigkeit, Liebe, Gnade, Fürsorge usw. So sind doch die Rechte über Seine Geschöpfe allein Seine Angelegenheit. Er entscheidet allein über Seine Barmherzigkeit, Sein Verzeihen und Seine Forderungen, die Er für die Menschen hat. In jedem Seiner Gesetze liegt ein tiefer Sinn. So kann ein Gebot nur zu unserem Besten sein und ein Verbot hält Schaden von uns fern, auch wenn wir diese Einsicht nicht haben mögen, weil für uns manches zu diesem Zeitpunkt nicht verständlich ist. Allahs Gesetzgebung ist ohne jeglichen Eigennutz - im Gegensatz zu allen von Menschen entworfenen Gesetzten und Regelungen, die fast immer ein eigennütziges Ziel verfolgen – allein zum individuellen Wohl eines Menschen wie auch zum Wohl der gesamten Gesellschaft und Weltgemeinschaft. Allah ist auf unsere Taten überhaupt nicht angewiesen, wir aber jede Sekunde auf Ihn. Wenn wir um eine Existenz nach dem Tod wissen, so müssen wir auch wissen, dass wir nichts aus dieser Welt mitnehmen, nicht unseren Körper (den wir so eitel pflegen), nicht unseren Besitz (den wir zu vermehren versuchen) , nicht unser Wissen (solange es keinen Nutzen hat), sondern allein unsere Taten. Sie werden sich personifizieren und uns ewig begleiten, EWIG. Und wenn sie mit der göttlichen Offenbarung im Einklang standen, so werden WIR darüber glücklich sein. Darum ist eine Selbstverwirklichung im weltliche Sinne, die die Botschaft und Warnung ignoriert, verschwendete Zeit, denn dieses Leben ist wie ein Nichts im Verhältnis zur Ewigkeit, die uns danach erwartet. Imam Ali a.s. sagte: Man soll sich mit diesem Leben seiner Länge entsprechend beschäftigen und mit dem Jenseits entsprechend seiner Ewigkeit, d.h. man soll die Relation nicht vergessen. Allah hat der Menschheit im Qur´an deutlich mitgeteilt, dass Sein Wohlwollen den Rechtschaffenen gilt und Sein Zorn den Übertretenden. Ist ein Mörder oder ein Verleugner der Wahrheit gleich mit einem Rechtschaffenen und einem der sich zur Wahrheit bekennt? Sollten sie am Ende dieses Lebens gleich ausgehen und kein Unterschied zwischen ihnen bestehen? Wäre das gerecht? Natürlich nicht. (Niemand bräuchte sich mehr anzustrengen) 38:28 Oder sollen Wir etwa diejenigen, die glauben und gute Werke tun, gleich denen behandeln, die Verderben auf Erden stiften? Oder sollen Wir die Gottesfürchtigen wie die Unverschämten behandeln? Wer anderes als Gott hat hier den Überblick und kann ohne Irrtum die Grenzen ziehen und ohne Fehler bewerten? Belohnen und bestrafen? Der Aspekt der Gerechtigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil in der Beziehung zu meinem Schöpfer. Denn nur Er ist der absolut Gerechte, d.h., dass ich endloses Vertrauen in Ihn habe, dass ist meine Basis. Regelungen, d.h. Gebote und Verbote, also Gesetze sind eine Notwendigkeit für das Zusammenleben in einer Gesellschaft, genauso wie in einer Ehe, zwischen Eltern und Kindern, oder einer geschäftlichen Beziehung und ebenso für das Zusammenspiel zwischen den materiellen wie spirituellen Bedürfnissen eines Menschen. Denn der Mensch besteht aus Körper und Geist/Seele. Und genauso wie der Körper Nahrung und günstige Umstände für sein Wohlwollen braucht, verlangt die Seele nach der geistigen Nahrung. Weil ich niemanden mehr vertraue als auf Allah, so weiß ich dass es richtig ist, kein Schweinefleisch zu essen, denn es ist bestimmt besser für meinen Körper und (mindestens) fünfmal am Tag zu bestimmten Zeiten zu beten, denn das ist bestimmt besser für meine Seele.(Zu den definierten Zeiten lässt Allah den Betenden eine bestimmte Gnade zuteil werden, Segnungen, die ihm zugute kommen werden und er nimmt von ihm die Sünden, die Überschreitungen und Anmaßungen in seinen Taten ( indem er die Treue zu seinem Schöpfer aussetzte). Allah sagt im heiligen Qur´an in Surah: Wir haben die Geistwesen und Menschen nur erschaffen, damit sie Mir dienen… Wie man Allah ein Diener sein kann, mit dem höchsten Ziel, sich in höchster Liebe zu ergeben und als Konsequenz Allahs „Nähe“ zu erreichen und damit ebenso die höchste menschliche Vervollkommnung, haben die Propheten und Auserwählten uns vorgelebt. Dankbarkeit kann meiner Meinung nach nur aus einer Erkenntnis entstehen, zu der man durch vorherige Wahrnehmung seiner selbst und seiner Umwelt und dessen geistige Verarbeitung gelangte. Eine wahre, ich meine eine verinnerlichte Erkenntnis muss unbedingt einen Einfluss auf die Handlungen eines Menschen haben, sonst ist es eine oberflächliche Erkenntnis, sozusagen eine Zur-Kenntnis-Nahme. |