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| BOMBEN-SOMMER in der Türkei! 24.06.2004 Sprengsatz vor Bush-Besuch in Ankara explodiert Ankara (dpa) - Zwei Tage vor dem Besuch von US-Präsident George W. Bush in der Türkei ist in der Hauptstadt Ankara ein Sprengsatz explodiert. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt, berichten türkische Medien. Die Explosion ereignete sich nahe dem Hilton-Hotel, das für den US-Präsidenten reserviert worden ist. Auf die Urheber des Anschlags gibt es noch keine Hinweise. Das Hotelpersonal hatte die Polizei auf ein verdächtiges Paket aufmerksam gemacht. Als Polizisten das Päckchen untersuchen wollten, explodierte der Sprengsatz. http://host1.tagesspiegel.de/newstic...il.php?id=6260 Paketbombe explodiert vor Bushs Hotel in Ankara Zwei Tage vor dem Besuch von George W. Bush in der Türkei ist in Ankara eine Paketbombe explodiert. Die Explosion ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Hilton-Hotels, das für den US-Präsidenten reserviert worden ist. Von der Wucht der Detonation wurde einem Polizisten ein Bein abgerissen. Ein zweiter Polizist erlitt nach einem Bericht der türkischen Nachrichtenagentur Anatolien Gesichtsverletzungen. Der Ort des Anschlags wurde abgeriegelt. In der Vergangenheit haben militante Islamisten, separatistische Kurden sowie linksextremistische Gruppen Anschläge in der Türkei verübt. An den Finanzmärkten löste die Detonation Verunsicherung aus. Der Dollar gab zum Euro etwas nach. Die Kurse der als sichere Anlage geltenden Bund-Futures legten dagegen zu. Bush trifft am Sonntag in Ankara mit dem türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan und mit Staatspräsident Necdet Sezer zusammen. Anschließend nimmt er am Montag und Dienstag an einem Nato-Gipfel in Istanbul teil. http://www.spiegel.de/politik/auslan...305641,00.html EURO STEIGT NACH EXPLOSION IN ANKARA Frankfurt (Reuters) - Nach einer Explosion in der türkischen Hauptstadt Ankara hat der Euro am Donnerstag zum Dollar zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kostete im europäischen Handel am Vormittag 1,2120 Dollar nach einem Schlusskurs in New York am Mittwoch von 1,2089 Dollar. Der Euro hatte über weite Strecken des Vormittagshandels um die Marke von 1,21 Dollar gependelt, ehe nach der Explosion die Angst vor einem Anschlag in der Türkei Investoren zu Euro-Käufen verleitete. "Nach Anschlägen verkaufen Investoren gewöhnlich Dollar und fragen als sicher geltende Währungen wie den Schweizer Franken nach", sagte ein Händler. Zudem sind seiner Aussage nach "diverse Hedge-Fonds bei 1,2070 Dollar in den Euro eingestiegen". In der Nähe des Hilton-Hotels in Ankara, in dem US-Präsident George W. Bush in Kürze übernachten sollte, ist am Donnerstag eine Blendgranate explodiert. Es sei niemand verletzt worden, sagte ein Angestellter des Hotels in der türkischen Hauptstadt. In dem Hotel sollte US-Präsident George W. Bush bei seinem Türkei-Besuch am Samstag übernachten. Der Sprengsatz sei in einem Paket am Eingang zum Hotel-Parkplatz detoniert, sagte ein Sanitäter. http://www.reuters.de/newsPackageArt...9§ion=news Attentatsangst: Kein Moslemischer Koch für Bush George W. Bush bringt zu seinem bevorstehenden Türkei-Besuch nicht nur viele Berater und Leibwächter mit, sondern auch eigene Köche und Kellner. Wenn der US-Präsident am kommenden Samstag im Hilton-Hotel der türkischen Hauptstadt Ankara eintreffe, habe das normale Küchenpersonal keinen Zutritt mehr zu dem Gebäude, berichtete die Zeitung „Milliyet“ am Mittwoch. Das Hotel sei für die Dauer des Besuches des Präsidenten in Ankara von Samstag bis Sonntag vollständig in der Hand der US-Sicherheitsbehörden. Für normale Hotelgäste bleibt die Fünf-Sterne-Herberge während dieser Zeit geschlossen. Airforce One dreht bei Problemen ab Bushs Ankunft in Ankara ist laut „Milliyet“ für Samstagabend geplant – wenn es aber Zweifel an der Sicherheit des Präsidenten gebe, werde Bushs Flugzeug, die Air Force One, wieder abdrehen. Nach seinem Staatsbesuch in Ankara will Bush am kommenden Montag und Dienstag in Istanbul am Nato-Gipfel teilnehmen. Auch dort sind umfassende Sicherheitsmaßnahmen geplant. http://focus.msn.de/hps/fol/newsausg...be.htm?id=3782 "Anschläge" auf vier türkische Banken Am Freitag meldete AP, daß vor vier Banken in Istanbul und der Izmir Bomben explodiert sind. Die hierbei verursachten Schäden waren allerdings gering und nur 3 Menschen wurden leicht verletzt. Behörden sagten, die Bomben seien anscheinend so gebaut worden, daß sie vor allem Lärm verursachten und nicht, um Schäden zu verursachen. Die relativ zeitgleiche Zündung von vier Bomben vor vier verschiedenen Banken in zwei Städten, die über 400 Kilometer voneinander entfernt liegen, erfordert sicherlich eine gewisse Planung, Kommunikation und "terroristische Infrastruktur". Hier stellt sich die Frage, warum eine terroristische Organisation bewußt derart unwirksame Anschläge verüben sollte, da dabei trotzdem die Entdeckung riskiert wird. Am 28. und 29. Juni wird in Istanbul ein NATO-Treffen stattfinden. Die hierfür geplanten Absperrungen, Kontrollen und weiteren Sicherheitsmaßnahmen werden Berichten zufolge die Stadt praktisch "zum Stillstand" bringen. 23.568 Polizisten sollen für die Sicherheit der 3.000 Abgesandten aus 46 Ländern, darunter US-Präsident George W. Bush, der französische Präsident Jacques Chirac, der britische Premierminister Tony Blair und auch der Bundeskanzler Gerhard Schröder, sorgen. Der Gouverneur Muammar Guler hatte erst kürzlich angedeutet, daß weder der türkische Geheimdienst (MIT), die CIA oder der israelische Mossad Sicherheitswarnungen ausgesprochen hätten. Die "Anschläge" auf die Banken könnten diesen Eindruck verändern. Quelle: www.freace.de Erneut Explosionen vor Banken in Istanbul Vor zwei Banken in Istanbul sind mehrere kleine Bomben explodiert. Dabei wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu vom Sonntag ein Kind von Glassplittern leicht verletzt. Die Detonationen ereigneten sich am späten Samstagabend im Abstand von einer halben Stunde in zwei verschiedenen Stadtvierteln. Ähnliche Explosionen hatten sich bereits am Freitag ereignet, vier in Istanbul und zwei in der Hafenstadt Izmir. Am 28. und 29. Juni richtet Istanbul einen NATO-Gipfel aus, an dem zahlreiche Staats- und Regierungschefs teilnehmen. Bei vier Anschlägen kamen im vergangenen Jahr in Istanbul mehr als 60 Menschen ums Leben. Istanbul (APA/ag.) http://www.kleinezeitung.at/nachrich...7001/index.jsp Demonstration gegen NATO-Gipfel in Istanbul Istanbul (APA/ag.) - Eine Woche vor dem NATO-Gipfel in Istanbul haben sich mehrere tausend Menschen an einer Demonstration gegen das westliche Militärbündnis beteiligt. Die Proteste richteten sich insbesondere gegen den Besuch von US-Präsident Bush. Die Demonstranten verbrannten US-Fahnen und riefen in Sprechchören: "Bush raus aus Istanbul!" Auf einem großen Transparent hieß es: "Nein zu Invasion und Folter im Irak." Für die Sicherheit des NATO-Gipfels am 28. und 29. Juni wollen die Behörden rund 30.000 Polizisten und andere Einsatzkräfte aufbieten. http://www.nachrichten.at/apanews/ap...038cd815831c5e Proteste gegen NATO-Gipfel in der Türkei Hunderte Demonstranten forderten Absage des Gipfels am 28. und 29. Juni Istanbul - Gegen den NATO-Gipfel und den Besuch von US-Präsident George W. Bush am kommenden Wochenende in Istanbul haben am Samstag in türkischen Städten hunderte Menschen protestiert. Nahe dem NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik forderten rund 500 Demonstranten die Absage des Gipfels am 28. und 29. Juni, meldete der türkische Fernsehsender NTV. Als Polizisten den Weg zum Stützpunkt blockierten, seien aus der Menge Steine geworfen worden; die Polizisten hätten Schlagstöcke eingesetzt. Mindestens ein Demonstrant sei verletzt worden. Die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, Demonstrationen gegen den NATO-Gipfel habe es auch in Istanbul, der anatolischen Stadt Konya, der Schwarzmeerstadt Samsun und dem südöstlichen Diyarbakir gegeben. (APA) http://derstandard.at/?id=1701601 |
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| CE: BOMBEN-SOMMER in der Türkei! 25. Juni 2004, 19:56 MEZ Behörden finden Auto mit Sprengstoff am Flughafen Istanbul - Laut CNN-Türk - Istanbuler Polizei nahm 40 mutmaßliche Islamisten in Gewahrsam Istanbul - Türkische Behörden haben einem TV-Sender zufolge am Flughafen Istanbul ein mit Sprengstoff beladenes Auto entdeckt. Dies berichtete CNN Türk am Freitag. Am Montag beginnt ein NATO-Gipfel in der Stadt. 40 mutmaßliche Islamisten festgenommen Vor der Ankunft von US-Präsident George W. Bush und dem NATO-Gipfel in Istanbul hat die Polizei am Freitag 40 mutmaßliche Islamisten in Gewahrsam genommen. Einige von ihnen sollen in terroristischen Lagern in Afghanistan ausgebildet worden sein oder an Kämpfen in Tschetschenien teilgenommen haben. Darunter seien auch Ausländer, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Abend. Die Festgenommenen würden zurzeit von Beamten der Anti-Terror-Polizei verhört. Es solle geklärt werden, ob sie in Verbindung zu irgendwelchen terroristischen Gruppen stehen. Für den am Montag beginnenden NATO-Gipfel hat die Türkei zur Abwehr möglicher Anschläge strengste Sicherheitsvorkehrungen getroffen. (APA/dpa/Reuters) Unbehagen in der Türkei - Ein Fischernetz gegen Bush Von unserem Korrespondenten JAN KEETMAN (Die Presse) 26.06.2004 Der Unmut der Bevölkerung gegen die Sicherheitsvorkehrungen vor dem Nato-Gipfel in Istanbul ist groß. ISTANBUL. Glaubt man den Sicherheitsexperten, kann rund um den Nato-Gipfel in Istanbul am Montag und Dienstag eigentlich nichts passieren. Wenn der US-Präsident am Samstag nach Ankara und später auf den Gipfel nach Istanbul kommt, wird der Luftraum gesperrt sein. Der Schiffsverkehr auf dem Bosporus wird für drei Tage eingeschränkt, allein in Ankara werden George W. Bush 13.000 Polizisten bewachen. Gepanzerte Limousinen und zwei Kampfhubschrauber bringt der mächtigste Mann der freien Welt[!] selbst mit. Für die Sicherheit von Bush und 45 weiteren Staats- und Regierungschefs ist gesorgt. Nicht ganz so sicher kann sich der Rest der Bewohner insbesondere in der Riesenstadt Istanbul fühlen. Das haben erst die beiden Anschläge vom Donnerstag in Istanbul und Ankara gezeigt. In Istanbul war eine Bombe in einem Stadtbus offenbar vorzeitig explodiert, als eine junge Frau sie auf ihrem Schoß transportieren wollte. Vier Menschen starben. Und in Ankara explodierte eine Bombe, als sie von Polizisten gefunden wurde, nur 50 Meter von dem Hotel entfernt, in dem George Bush absteigen wird. Einem Polizisten wurden beide Füße abgerissen. Die Polizei verdächtigt zwei linke Gruppen. Die Behörden versuchen, die Anschläge herunterzuspielen Dazu dient die neue Bezeichnung "Lärmbombe" für nicht ganz so schlimme Bomben. Vor einem halben Jahr hatte Istanbul tatsächlich Schlimmeres erlebt. Im November steuerten Selbstmordattentäter mit Sprengstoff beladene Kleinlaster vor zwei Synagogen, eine Bankzentrale und das britische Konsulat in Istanbul. Dabei starben 62 Menschen, 800 wurden verletzt. Während des Gipfels könnten erneut islamische Selbstmordattentäter zuschlagen. Ohnehin sind die Istanbuler auf den Gipfel nicht eben gut zu sprechen. "Morgen beginnt der NATO-Terror in Istanbul", schreibt die linksliberale Tageszeitung "Radikal". (...) Warum musste der Gipfel unbedingt in der verwinkelten Zwölfmillionen-Metropole am Bosporus stattfinden? Warum hat man nicht einfach stattdessen zwei Feriendörfer bei Antalya geräumt? Es hätte keine zusätzlichen Staus in der von feuchter Hitze, Fahrzeugen und Menschen überquellenden Stadt gegeben und die Gefahren terroristischer Anschläge wären viel geringer gewesen, so lauten die Argumente. Handzettel mit Sprüchen wie "Die Schurkenvereinigung Nato muss aufgelöst werden!" oder "Die Imperialisten versammeln sich in Istanbul!" kursieren - oder auch nur ein Bild der US-Soldatin Lynndie England, die einen Gefangenen an einer Hundeleine hält. Zahlreiche Gruppen planen Proteste. Eine linke Gruppe hat es sich etwa zum Ziel gesetzt, den US-Präsidenten zu fangen - mit Hilfe eines Fischernetzes. http://www.diepresse.com/Artikel.asp...rt=a&id=428917 |
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| CE: BOMBEN-SOMMER in der Türkei! Zehntausende demonstrieren in Istanbul gegen Bush-Besuch 27.06.2004 14:01 ISTANBUL - Mehrere zehntausend Menschen haben in der türkischen Metropole Istanbul gegen den Besuch von US-Präsident George W. Bush und gegen den NATO-Gipfel demonstriert. Die Demonstranten marschierten ohne Zwischenfälle durch Teile der Stadt, während hunderte Polizisten und gepanzerte Fahrzeuge den Demonstrationszug sicherten. Die Menge skandierte Parolen wie "Yankees, geht nach Hause, das ist unser Land" und "USA, Mörder, verlasst den Nahen Osten". Demonstrationsteilnehmer forderten mit Aufschriften auf ihren Hemden: "Bush, komm nicht" und "Die NATO ist eine Kriegsorganisation, die man auflösen muss." Zu der Kundgebung aufgerufen hatten zumeist linksgerichtete Gruppierungen und Gewerkschaften. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zeigte sich unterdessen sicher, dass die Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten bei ihrem Treffen in Istanbul Plänen zur Ausbildung der irakischen Armee zustimmen werden. Die US-Regierung rechne mit einer solchen Übereinkunft, sagte Rumsfeld der britischen BBC. Der Pentagon-Chef traf sich im Vorfeld des Gipfels am Montag und Dienstag mit Kollegen aus mehreren NATO-Mitgliedsstaaten zu Einzelgesprächen, darunter der Türkei und Dänemarks. Nach einer Anfrage des irakischen Übergangsregierungschefs Ijad Allawi hatte sich die NATO zur Ausbildung irakischer Soldaten bereit erklärt, wie Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer am Samstag erklärte. Ein entsprechender Entwurf sollte den Staats- und Regierungschefs des Verteidigungspaktes auf ihrem Gipfel vorgelegt werden. US-Präsident George W. Bush wird am Sonntagnachmittag in Istanbul eintreffen. http://www.sfdrs.ch/system/frames/ne...03362401513080 Siehe auch folgende Berichte (und Fotos) über den NATO-Gipfel in Istanbul: http://derstandard.at/?id=1709414 http://www.dw-world.de/german/0,3367...02_1_A,00.html http://www.n24.de/politik/ausland/in...62715283267390 |
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| CE: BOMBEN-SOMMER in der Türkei! Bis zur Katastrophe fehlten nur 50 Sekunden Nato-Gipfel Türkische Polizei entschärfte Bombe auf Flughafen Die türkische Polizei hat am Freitag eingeräumt, während des Nato-Gipfels einen Bombenanschlag auf dem Flughafen von Istanbul vereitelt zu haben. Thomas Seibert, Istanbul Eine Kleinigkeit verhinderte die Katastrophe. Kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in Istanbul entdeckte ein Sicherheitsbeamter im Parkhaus des Atatürk-Flughafens einen Autoreifen, der im vierten Stock an einem Pfeiler lehnte. Dem Beamten kam der einzelne Reifen am Abstellplatz «4E8» verdächtig vor, und da kurz darauf mit der Ankunft des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan am Flughafen gerechnet wurde, alarmierte der Mann die Bombenexperten der Polizei. Der Reifen enthielt tatsächlich eine Bombe – sechseinhalb Kilo TATP-Sprengstoff, wie sich später herausstellte. Nur 50 Sekunden, nachdem die Fachleute die Kabel an der Bombe durchtrennt hatten, ging bei dem als Zünder im Reifen versteckten Handy ein Anruf ein, kurz darauf ein zweiter: Die Bombenleger versuchten, den Sprengsatz in die Luft zu jagen. Istanbul ist buchstäblich in letzter Minute einer Katastrophe entgangen, sind sich die Behörden sicher. Nach Einschätzung von Polizeifachleuten hätte die am Freitag vergangener Woche entdeckte Bombe einen Teil des Parkhauses zum Einsturz und das Benzin in geparkten Autos zur Explosion gebracht – ein Grossbrand an jenem Flughafen, an dem die Ankunft Erdogans und 45 weiterer Staats- und Regierungschefs erwartet wurde, wäre die Folge gewesen. Der Anschlag sei als grösste Gewalttat gegen den Nato-Gipfel geplant gewesen, zitierte die Zeitung «Hürriyet» einen hochrangigen Terror-Experten. Erdogan soll die Geheimhaltung des versuchten Bombenanschlags für die Zeit des Nato-Treffens angeordnet haben, weshalb der Zwischenfall erst jetzt bekannt wurde. Linksextremisten unter Tatverdacht Die pulverartige Substanz TATP wurde durch den «Schuh-Bomber» Richard Reid bekannt, der den Sprengstoff Ende 2001 auf einem Flug in die USA in seinem Schuh versteckt hatte. TATP gilt als bevorzugte Waffe von Terroristen, weil es relativ einfach hergestellt werden kann, aber für die Sicherheitskräfte nur schwer zu orten ist. Nach der Untersuchung der Bombe am Flughafen glaubt die Polizei, dass die linksextreme Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei (MLKP) hinter der Anschlagsplanung steckt. Die vor allem im türkischen Westen aktive Splittergruppe, die vor zehn Jahren durch die Vereinigung von zwei anderen Gruppierungen entstanden war, soll auch für weitere Gewalttaten im Zusammenhang mit dem Nato-Gipfel verantwortlich sein. Derselbe Sprengstoff wurde zuletzt bei der Explosion einer Bombe vor dem Hilton-Hotel in Ankara verwendet – zwei Tage, bevor US-Präsident Bush während seines Besuches in der Türkei unmittelbar vor dem Nato-Gipfel dort abstieg. Am letzten Tag des Gipfels explodierte zudem ein kleiner Sprengsatz in einem Flugzeug auf dem Istanbuler Flughafen, wenige Stunden vor dem Abflug von Bush und der anderen Gäste; auch hier wurde TATP verwendet. Die berüchtigtste linksextreme Organisation der Türkei, die DHKPC, plante ebenfalls einen Anschlag auf den Nato-Gipfel. Ihre Bombe explodierte vergangene Woche jedoch auf dem Weg zum geplanten Tatort versehentlich in einem Bus – vier Menschen starben. Die Gruppe entschuldigte sich anschliessend für den «Unfall». Militante linksradikale Gruppen sind seit Jahrzehnten in der Türkei aktiv; sie haben spektakuläre Anschläge und auch schon Selbstmordattentate verübt. In den letzten Jahren war die Bedrohung durch die linkextreme Szene jedoch wegen des Aufkommens islamistischer Gruppen in den Hintergrund getreten. http://www.oltnertagblatt.ch/pages/i...=ops&pg=detail |
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