![]() ![]() ![]() Üyelik tarihi: 08.05.2003 Yaş: 58
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Was weiß Microsoft?
Spätestens seit Windows XP steht Microsoft unter Spionage-Generalverdacht: Denn in bestimmten Fällen sendet das Betriebssystem Informationen über den Benutzer an Server von Microsoft. Wir haben die Datenübermittlung unter die Lupe genommen und zeigen, wie Sie sich dagegen wehren können. Die potentiellen Datenspione : Automatische Fehlerbenachrichtigung Stürzt unter Windows XP ein Programm ab, wird über die "Automatische Fehlerbenachrichtigung" eine eMail an Microsoft gesandt. Inhalt der Mail ist unter anderem ein Fehlerprotokoll des Absturzes. Was allerdings genau in diesem Protokoll steht, ist für normale PC-Nutzer nicht nachzuvollziehen. Wer also nicht möchte, dass durch diese Funktion Daten an Microsoft geschickt werden, sollte sie ausschalten. Die Deaktivierung der Funktion führt übrigens zu keinerlei Einschränkung in der Arbeit mit Windows XP. Geheimer Zugang zum System Schon beim Installieren von Windows XP wird automatisch ein Benutzerkonto für einen eigentlich überflüssigen Benutzer angelegt: den Support-User. Gibt es mit dem Rechner Probleme, kann sich Microsoft per Remotezugriff – natürlich nur mit dem Einverständnis des Besitzers – auf dem Rechner einloggen und den Fehler beheben. Da nicht klar ist, ob sich dadurch nicht auch Unbefugte Zugriff auf den Rechner verschaffen können, sollte der Account gelöscht werden. Spyware beseitigen Mit dem Browser-Plugin "Alexa" der gleichnamigen Firma hat Microsoft im Prinzip eine Spyware in den Internet Explorer eingebaut. Die kleine Erweiterung sendet alle mit dem Internet Explorer aufgerufenen Seiten an besagten Dienstleister: die verwendete IP-Adresse, Suchanfragen und Infos über das benutzte Betriebssystem. Mit den Daten werden das Angebot "Verwandte Links anzeigen" im Menü "Extras" bestückt. Zwar ist auf der Homepage von Alexa nachzulesen, dass die Informationen anonymisiert sind. Nachprüfen kann man das allerdings nicht. So bleibt nur, entweder Alexa zu vertrauen oder den Dienst zu deaktivieren. Windows nicht registrieren Wenn Sie ihre Windows-Installation registriert haben, können die Daten, die beim automatischen Update von Windows übermittelt werden, auf Ihren Namen und Ihre Adresse zurückgeführt werden. Deshalb sollten Sie auf die nicht notwendige Registrierung verzichten. Auf Microsoft-Newsletter verzichten Beim automatischen Windows-Update wird neben der Guid-Nummer auch die IP-Adresse übermittelt. Wenn Sie sich für einen Microsoft-Newsletter angemeldet haben, können die übermittelten Daten dann direkt mit Ihnen in Verbindung gebracht werden. Deshalb auf Newsletter von Microsoft besser verzichten. Downloads mit Vorsicht genießen Um Raubkopierer von Downloads auszuschließen, hat Microsoft eine – derzeit noch optionale – Gültigkeitsprüfung eingeführt. Dabei sendet der PC ähnlich wie beim Windows-Update Informationen über System und Bios und die Produkt-ID, um zu erkennen, ob eine legale oder eine raubkopierte Windows-Version im Einsatz ist. Da auch die Guid übermittelt wird, können die Daten eindeutig zugeordnet werden. Die Guid wird selbst dann gesendet, wenn man die optionale Überprüfung abgelehnt hat. Uhrzeitsynchronisation abstellen Die Uhrzeitsynchronisation fragt über einen Internetserver die aktuelle Uhrzeit ab und gleicht die interne Systemuhr der Zeit des Servers an. Was dabei genau übermittelt wird, ist unklar, allerdings dürfte die Spionage-Gefahr bei diesem Feature sehr gering ausfallen. Wer dennoch misstrauisch ist, kann unter "Systemsteuerung | Datum und Uhrzeit | Internetzeit" die Option "Automatisch mit einem Internetzeitserver synchronisieren" auf "Aus" stellen. Nachrichtendienst abschalten Wer noch Windows XP ohne Service-Pack 2 (SP 2) einsetzt, sollte unbedingt den Nachrichtendienst und den Warndienst abschalten. Das geht über den Eintrag "Dienste" im Systemsteuerungs-Modul "Verwaltung". Einfach die besagten Dienste per rechter Maustaste auswählen und unter Eigenschaften im Kontextmenü den Starttyp auf Deaktiviert setzen. So werden Sie identifiziert Im Mittelpunkt der Kritik steht immer wieder das automatische Windows-Update. Wahr ist: Die meisten der übermittelten Daten lassen keine Rückschlüsse auf den Nutzer zu. Dazu gehören zweckmäßige Informationen wie die Version des Systems, des Browsers, die Spracheinstellungen und bereits installierte Updates. Gleichzeitig werden jedoch auch die IP-Adresse und die so genannte Guid-Nummer übermittelt. Wenn Sie Ihre Windows-Installation nicht nur aktiviert, sondern auch registriert haben oder einen Microsoft-Newsletter beziehen, können diese Daten eindeutig auf Ihren Namen und Ihre Adresse zurückgeführt werden. Wie Sie die Datenflut stoppen können Aber nicht nur beim Windows-Update, auch bei vielen anderen Aktionen werden unzählige Daten an die Microsoft-Server geschickt. Oft ist unklar, welche Daten dies genau sind, und auch Microsoft schweigt sich darüber weitgehend aus. Da ohnehin zahlreiche Windows-Dienste, die beim Systemstart geladen werden, keinen großen Nutzen bieten, sollte man diese Dienste abschalten. XP-AntiSpy nimmt Arbeit ab Wem das manuelle Abschalten der Datenspione zu mühsam ist, kann die Software XP-AntiSpy zu Hilfe nehmen. Auf Wunsch deaktiviert das Tool viele der "PhoneHome"-Komponenten von Windows XP. Die Systemstatus-Prüfung testet, ob die gewählten Einstellungen tatsächlich aktiv sind. Mit einem Klick kann man jederzeit wieder zum Ausgangszustand zurückkehren. Vorsicht bei Microsoft-Downloads Generell versucht Microsoft, bei allen Downloads etwaige Raubkopierer ausschließen – ein durchaus berechtigtes Anliegen. Deshalb wird vor jedem Download eine Gültigkeitsprüfung empfohlen, die erkennt, ob eine legale oder eine raubkopierte Windows-Version im Einsatz ist. Auch dazu werden Informationen über System und Bios, die Produkt-ID und die Guid-Nummer übermittelt. Problematisch daran ist, dass die Guid selbst dann gesendet wird, wenn man die optionale Überprüfung abgelehnt hat. Die Aktivierung ist harmlos Relativ harmlos ist hingegen die Windows-Aktivierung, vor allem, wenn sie telefonisch durchgeführt wird. Man gibt eine 50-stellige Nummer durch, die sich aus der Produkt-ID und der Hardware-Konfiguration errechnet. Da sie vor der Übertragung einen Hashing-Algorithmus durchläuft, lässt die Nummer keine Rückschlüsse auf die tatsächlich verwendete Hardware zu. Persönliche Daten werden nicht gesendet Bei der Internet-Aktivierung werden neben der 50-stelligen Nummer noch die Produkt-ID, der Product-Key und die Spracheinstellungen übertragen. Das sind zwar mehr Informationen als notwendig, aber auch sie lassen keine Rückschlüsse auf die eingesetzte Hard- und Software oder den Nutzer zu. Microsoft weiß dadurch nur, dass eine bestimmte Produkt-ID im Umlauf ist, jedoch nicht, wer sie einsetzt. |
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