Mehrheit der Sachsen wollen weniger Ausländer
Fast jeder dritte Sachse will keine muslimischen Zuwanderer und würde Ausländer in ihren Rechten beschneiden
Nach Angaben der „Leipziger Volkszeitung“ hat eine neue Studie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld ergeben, dass für eine große Mehrheit der Sachsen (65,4 Prozent) in Deutschland zu viele Ausländer leben. 45 Prozent der 1.086 befragten deutschstämmigen Sachsen würden Ausländer in ihre Heimat zurückschicken, wenn dadurch Arbeitsplätze für Deutsche frei werden.
Die Studie mit dem Titel „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Sachsen“ ist Teil einer repräsentativen Gesamtstudie, für die von 2002 bis 2005 bundesweit fast 10 000 Deutsche nach ihren Einstellungen befragt wurden. Dabei wurden große Unterschiede zwischen Ost und West festgestellt. In Sachsen sind traditionelle Vorurteile und Klischees weit verbreiteter als in den alten Bundesländern.
Jeder sechste Sachse glaubt, Weiße seien zu Recht führend in der Welt. 18,2 Prozent glauben, Juden in Deutschland hätten zu viel Einfluss. Fast jeder dritte Sachse (29,9 Prozent) will keine muslimischen Zuwanderer und würde Ausländer in ihren Rechten beschneiden.
Laut der Befragung sind vor allem die Fremdenfeindlichkeit, der Rassismus und die Angst vor dem Islam von Vorurteilen betroffen.
Fast 45 Prozent wollen keine bettelnden Obdachlosen auf den Fußgängerzonen und ein Viertel der Sachsen gab sogar an, sich in Gegenwart von Behinderten unwohl zu fühlen.
In Sachsen haben vor allem Ältere, Arbeitslose, Bewohner auf dem Land und Menschen mit geringer Bildung Vorurteile. Die Jugendlichen unter 21 Jahren in Sachsen sind deutlich rassistischer und antisemitischer eingestellt als Gleichaltrige als anderswo in Deutschland. (hv)
JA JA die würden gerne den kleine führer haben wollen