Fünf Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center gibt es stärkere Kontrollen an den Flughäfen. Dafür, dass die Kontrolle auch im Flugzeug nicht endet, sollen in Zukunft Computer sorgen.
Um ein terrorsicheres Flugzeug zu schaffen, sollen in Zukunft die Gespräche und Bewegungen von Flugpassagieren von Computern überwacht werden. Europäische Wissenschaftler arbeiten an einer Technologie, die Mikrophon- und Kameraaufnahmen aus dem Flugzeug an einen Computer übermittelt. Der Rechner ist darauf spezialisiert, verdächtiges Verhalten zu entdecken.
Nervosität macht verdächtig
«Der Computer würde diejenigen Passagiere, die sich auffällig verhalten ins Visier nehmen», sagte Catherine Neary von der Firma Bae Systems dem britischen «Telegraph». Die Expertin beteiligt sich an dem 24-Millionen-Projekt der EU «Safety of Aircraft in Future European Environment».
«Auffällig ist jemand, der nervös wirkt oder unerlaubt aufsteht. Sollte jemand aussehen, als ob er betet, können die Mikrophone bestimmte Schlüsselworte erkennen.» Der Computer soll darauf programmiert werden, viele verschiedene Sprachen zu lernen. Dass unter diesen Kriterien wohl auch viele Passagiere mit Flugangst verdächtig werden, muss dabei wohl in Kauf genommen werden.
Maschinen-Spitzel
Den Unterschied, dass die Passagiere nicht von Menschen, sondern von Maschinen ausspioniert würden, die die Daten weitergeben und die bei einem Flug ohne Zwischenfälle auch wieder gelöscht würden, hält Neary für wesentlich.
In jedem Fall würden die Kameras und Mikrophone auf den Toiletten installiert, denn dort würden Terroristen im Ernstfall ihre Bomben zusammenbauen. So können die Kameras auch wie zufällig liegen gelassene und harmlos erscheinende Gegenstände ausmachen, die später zum Bombenbau genutzt werden könnten.
Viele neue Techniken
«Wenn die Leute wissen, dass es ihrer Sicherheit dient, werden sie die Sensoren akzeptieren, allerdings wissen wir, dass die Rechtslage noch geklärt werden muss», so Neary weiter. Bae Systems arbeitet zusammen mit der britischen Reading University an diesem Projekt zur Entwicklung von sichereren Flugzeugen.
Die British Airways ist dem Projekt gegenüber aufgeschlossen. «Wir überwachen bereits mit Monitoren den Bereich vor dem Cockpit – aber das ist erst die Basis für weiterführende Sicherheit im Flugverkehr», sagte ein Sprecher der Fluglinie.
Weitere Sicherheitsmaßen der Zukunft könnten die so genannte «elektrische Nase» sein - sie kann im Vorbeiführen an einer Person erkennen, ob die Person Kontakt mit Sprengstoff hatte. Weiteres Beispiel ist die biometrische Kamera, die anhand eines Iris-Checks erkennt, ob derjenige der eincheckt auch derselbe ist, der das Flugzeug besteigt. An Elektrochips, die an Boarding Pass und Gepäck befestigt werden, wird bereits gearbeitet, daran lässt sich die Verbindung von Passgier und Gepäck besser ausmachen – vor allem, wenn sie voneinander getrennt werden. (nz)
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Und die Moral der Geschicht: wer Flugangst hat, fliegt besser nicht.
Und auf keinen Fall im Flugzeug aufs Klo gehen. Man weiss ja nie, wer einem dabei zuschaut..
Unglaublich!