| SALAH KEEPS TOGETHER
Üyelik tarihi: 15.04.2006 Teşekkür etti: 0
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| Ein Muslim auf dem Mond? In letzter Zeit bin ich sehr spät beim Freitagsgebet erschienen. Ich habe meistens das Gebet gerade noch “erwischt”. Als ich die Moschee betrat, waren die Gläubigen in Reihe und Glied und warteten auf die “Startansage” des Imams. Mit schlechtem Gewissen geplagt, die Predigte der Hutba nicht gehört zu haben, entschloss ich mich dann an einem Freitag eher die Arbeit stehen zu lassen und früher zu Moschee zu eilen.
Mit der Freude unter den “Ersten” zu sein, erzählte der Prediger, wie es sich eben gehört, über Gott und die Welt. Er erzählte eine Geschichte von Neil Armstrong, dem ersten Menschen auf dem Mond. Er soll nach seiner Mondlandung an einer Messe in Izmir (Türkei) teilgenommen haben. Während seines Aufenthalts soll er den Gebetsruf, der in islamischen Ländern zu den Gebetszeiten gerufen wird, gehört haben. Erstaunt und überrascht über die fremden Klänge und Worte soll er gefragt haben, was dies seien und was sie bedeuten. Die Menschen sollen ihm den Sinn und die Bedeutung des Gebetsrufes erklärt haben. Armstrong soll sich erinnert haben: es sei genau dieselben Worte, die er hörte, als er seinen Fuß zum ersten Mal auf den Mond setzte. Er wurde Muslim! Als der Prediger genau an den richtigen Stellen in der Geschichte stilvoll seine Stimme erhob und senkte, konnte man die Begeisterung der Zuhörer fühlen. Sie waren alle beeindruckt, alle außer mir. Die Geschichte kannte ich, leicht abgeändert, aber im Prinzip war sie gleich.[/font][/color][/b][/color] Nach der Arbeit zu Hause angekommen, ging ich in den Keller und suchte nach einer kleinen Kiste mit Briefen und Erinnerungen aus jungen Jahren. Ich fand in ihr Dokumente aus dem Jahre 1997. Es handelte sich um einige Briefe, die ich Neil Armstrong geschrieben hatte. Und ein Brief kam als Antwort von ihm zurück. Zu dieser Zeit hatte ich ein Buch von der Stadtbibliothek ausgeliehen. Das Buch hieß “Islam und alles im Namen Allahs” von Karl Günter Simon (bei Amazon habe ich das Buch gefunden). Sofort zu Anfang des Buches wurde die Geschichte von Neil Armstrong so erzählt: Wer war der erste Mann auf unserem schönen Mond? Hieß er Neil Armstrong? Ganz recht - und weißt du, was er gleich nach der Landung auf dem Mond erlebte? Keine Ahnung. Als er als erster Mensch den Mond betrat, hörte er Stimmen… Stimmen auf dem Mond? Ja, aber er verstand sie nicht. Dann jedoch, ein paar Monate später, kam der Astronaut nach Kairo zu Besuch, und als er durch die Straßen ging, hörte er die Gebetsrufer von den Minaretten Allahu akbar, aschhadu an la ilaha illa Allah, aschhandu anna Muhammadan rasul Allah… Und Armstrong, der kein Arabisch verstand, fragte die Leute, was die Worte bedeuteten: Gott ist größer unvergleichlich groß - so erklärten sie ihm -, ich bezeuge, daß es keinen Gott gibt außer dem einen Gott, ich bezeuge: Muhammad ist Gottes Prophet… Und Armstrong erkannte, dass die Stimmen waren, die er auf dem Mond gehört hatte, und er wurde Muslim. Eine schöne Geschichte. Ich konnte sie nicht am Schauplatz nachprüfen, wie es sich eigentlich für eine Reportage eigentlich gehört: Ich war nicht auf dem Mond, ich war nicht in Amerika. Soviel ist klar… Der Autor schreibt auch am Ende der Geschichte, dass er die notwendigen Recherchen nicht durchführen konnte, um die Authentizität nachzuprüfen. Die Geschichte war so toll und gigantisch, dass ich unbedingt wissen musste, ob sie sich tatsächlich so ereignet hat. Neil Armstrong lebte noch! Da fragt man doch ihn höchst persönlich, oder? Zu dieser Zeit als Internet ein Privileg war und Suchmaschinen eine Randerscheinung waren, fand ich über die Webseiten der NASA potentielle Adressen, die ich auch prompt anschrieb, bis mir eines Tages eine nette Dame per E-Mail die vollständige Adresse von Herrn Armstrong zuschickte. Mit meinem Schulenglisch verfasste ich den folgenden Brief: Seite 1 und Seite 2. Legte naiverweise drei Dollar in den Briefumschlag mit, damit er sich Briefmarken davon kaufen konnte :-). Viele Tage später erhielt ich einen Brief aus Amerika; sie kam von Neil Armstrong. Eine Vivian White, höchstwahrscheinlich seine Sekretärin (was “Administrative Aide” auch genau heißen mag), schrieb mit dem Briefkopf von Neil Armstrong, dass diese Geschichte unwahr ist. Hier der Brief im Original. Mit der Suche am heutigen Tag bei Google mit “neil armstrong islam” fand ich Webseiten, die das Hören vom Gebetsruf und die Konvertierung vom ersten Mann auf dem Mod zum Islam als Gerücht und Lüge enttarnt haben. In dieselbe Kategorie fallen auch die angeblichen Übertritte von Jacques Cousteau und Will Smith zum Islam. Als ich damals den Antwortbrief las, war ich enttäuscht und frustriert. Man konnte es nicht fassen, dass diese tolle, prägende Geschichte nicht wahr ist. Es kamen Zweifel an der Echtheit des Briefes auf. Wer war Vivian White? Wieso antwortet er nicht selber? Wird da etwas verheimlicht…? Ich bin aber immer noch enttäuscht! Nur meine Enttäuschung hat sich mit der Zeit gewandelt. Ich bin enttäuscht über jene verantwortungslosen Muslime, die Lügen und Halbwahrheiten verbreiten, Geschichten erzählen, ohne sie vorher nachgeprüft zu haben. Noch schlimmer ist es, für den Islam mit einer Lüge “zu werben”. All jene, die Wunder suchen und sie nicht erkennen, dafür aber Wunder erfinden, verstehen das Wunder der Schöpfung nicht. Das Leben wäre keine Prüfung, wenn man nicht glauben bräuchte, sondern alles auf der Hand läge. Es wird immer Menschen geben, die glauben und nicht glauben, die anders glauben als die anderen, weniger glauben oder an das glauben, was sie nur sehen.
__________________ "Islam" insanin degismez degerlerinin öbür adidir... |