| Ey iman ettiğini iddia edenler … !
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| Gewalt nach Mohammed-Beleidigung in Österreich befürchtet Gewalt nach Mohammed-Beleidigung in Österreich befürchtet 
Foto: dpa Wien (dpa) - In Österreich werden nach der massiven Beleidigung des Islams durch eine rechtsgerichtete Kommunalpolitikerin gewalttätige Reaktionen befürchtet. Der Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, berichtete von einer «zornigen Stimmung» unter den Muslimen. Die Staatsanwaltschaft Graz leitete Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen die Spitzenkandidatin der rechtsgerichteten Freiheitlichen Partei FPÖ für die Kommunalwahl in Graz, Susanne Winter, ein. Winter hatte bei einer Wahlveranstaltung den Propheten Mohammed am Sonntag als «Kinderschänder» bezeichnet und gefordert, der Islam gehöre «dorthin zurückgeworfen, wo er hergekommen ist, hinter das Mittelmeer». Die Äußerungen wurden von allen demokratischen Parteien und Vertretern der Religionsgemeinschaften scharf verurteilt. Am Montag berichtete Schakfeh, er erhalte laufend Anrufe und Emails von aufgeregten Gläubigen. Er versprach, sich mäßigend bei der muslimischen Gemeinschaft einzusetzen. Er könne jedoch gewalttätige Proteste nicht ausschließen. Der Präsident der ägyptischen Gemeinde in Graz, Soleiman Ali, forderte die muslimische Bevölkerung der Stadt zur Besonnenheit auf, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Provokative Karikaturen des Propheten Mohammed, die zuerst in einer dänischen Zeitung veröffentlicht worden waren, hatten Anfang 2006 zu teils blutigen Protesten in islamischen Ländern mit mehr als 100 Toten geführt. In Österreich sind rund vier Prozent der Bevölkerung Muslime. Winter hatte eine Woche vor der Kommunalwahl am kommenden Sonntag erklärt, es gebe «einen weit verbreiteten Kindesmissbrauch durch islamische Männer». Auf die Stadt Graz komme eine «Einwanderungs- Tsunami» zu. Die Hauptstadt der Steiermark hat statistisch eine der niedrigsten Bevölkerungsanteile von Muslimen in Österreich. Winter soll in den nächsten Tagen von der Polizei vernommen werden. Im Falle einer Anklage und Verurteilung erwartet sie eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren. Bei der Nationalratswahl 2006 hatte die FPÖ rund 13 Prozent der Stimmen erhalten. Die Äußerungen Winters lösten in Österreich in allen demokratischen Parteien Entrüstung aus. Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Omar Al-Rawi, verurteilte sie als «Respektlosigkeit» und «unwahre Behauptungen». Der stellvertretende Nationalratspräsident Michael Spindelegger bezeichnete die Äußerungen Winters als «radikal, schockierend und keinesfalls geeignet, das Thema Islam zu diskutieren». Der steirische Landeshauptmann (Ministerpräsident), Franz Voves (SPÖ) warnte, die FPÖ-Politikerin scheine sich nicht «bewusst zu sein, dass sie so Graz zu einem Terrorziel machen könnte». DPA, 14.01.2008
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