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  #1
Alt 11.02.2008, 21:05

 
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grausam..

In einer Augustnacht sollen sie ihren perfiden Mordplan ausgeführt haben. Drei junge Männer und eine 17-Jährige stehen seit heute in Stuttgart vor Gericht, weil sie Yvan S. getötet, zerstückelt und einbetoniert haben sollen - woher rührte ihr hemmungsloser Hass auf den 19-jährigen Schüler?

Fassungsloses Entsetzen


Im Sommer des vergangenen Jahres kam das Verbrechen an dem 19-jährigen Gymnasiasten Yvan Schneider aus Rommelshausen im Remstal, einer Gemeinde im Hinterland von Stuttgart, ans Licht. Nicht nur Eltern, Geschwister und Klassenkameraden des Opfers wurden von fassungslosem Entsetzen überwältigt, sondern gleichermaßen die Ermittler, ja die gesamte Öffentlichkeit, so weit sie von der Bluttat erfuhr.

Aus dem Haus gelockt


Denn der völlig arglose Schüler war am Abend des 21. August 2007 offenbar von einem 16-jährigen Mädchen aus dem Haus gelockt und auf einer Wiese von zwei ihm unbekannten jungen Männern auf äußerst brutale Weise mittels eines Baseballschlägers niedergeschlagen und zu Tode getreten worden. Angebliches Motiv: Eifersucht. Die 16-Jährige soll dabeigestanden und zugeschaut haben.

In 14 Teile zerstückelt


Den Toten sollen die Täter anschließend zu einem Fabrikgelände in Stuttgart-Bad Cannstatt geschafft haben, wo der Vater des mutmaßlichen Haupttäters über einen Lagerraum verfügte. Dort wurde die Leiche mit Hilfe eines dritten jungen Mannes in 14 Teile zerstückelt, das junge Mädchen soll die Blutspuren beseitigt haben. Doch nicht genug damit: Die in Folie verpackten Einzelteile sollen die Täter zwei Tage später in die Kellerwohnung eines Mehrfamilienhauses im Stuttgarter Osten gebracht, dort in Blumenkübel einzementiert und am 25. August bei Plochingen in den Neckar geworfen haben.

Vater soll geholfen haben


Nur den Torso, den sie ebenfalls einzementieren wollten, wegen des Gewichts aber nicht tragen konnten, legten sie in einem Waldstück bei Großbottwar bei Ludwigsburg ab, wobei der Vater des mutmaßlichen Haupttäters geholfen haben soll. Die Polizei klärte das Verbrechen relativ schnell auf, da aus der Kellerwohnung starker Verwesungsgeruch drang und die Täter dort Zement, Blut und Leichenflüssigkeit zurückgelassen hatten.

"Einlassung zur Person"


Heute begann vor der 3. Strafkammer des Landgerichts Stuttgart, einer Jugendstrafkammer mit dem Vorsitzenden Richter Jörg Hettrich, der Prozess gegen vier Angeklagte. Drei von ihnen berichteten am Vormittag über ihre Herkunft, ihren Werdegang, über das also, was im Juristendeutsch "Einlassung zur Person" heißt.

Heikles Thema Herkunft


Das Thema Herkunft ist heikel. Wer es aufgreift, setzt sich in der gegenwärtig aufgeheizten politischen Situation geradezu reflexhaft dem Vorwurf der Voreingenommenheit, ja des Rassismus aus. Dennoch kann es nicht totgeschwiegen werden, weil das Gericht bei der Aufklärung der Tat nach Einstellungen, Lebenssituation und Formen des Verhaltens im Mit- und Zueinander der Angeklagten zu suchen hat.

Krank, aber verhandlungsfähig


Der 19-jährige mutmaßliche Haupttäter Deniz E. stammt aus einer türkisch-kroatischen Familie. Er ist gegenwärtig im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg wegen latenter Selbstmordgefahr untergebracht. Sein Verteidiger, Maximilian Pauls aus München, hatte zu Prozessbeginn beantragt, die Verhandlungsfähigkeit seines Mandanten von einem der anwesenden Jugendpsychiater prüfen zu lassen. Professor Michael Günther untersuchte E. daraufhin und stellte zwar eine "krankheitsbedingte Verlangsamung und Einschränkung seiner Möglichkeiten, sich zu äußern" fest, aber nicht eine komplette Verhandlungsunfähigkeit. Daraufhin erklärte der Verteidiger, E. werde gegenwärtig keine Angaben machen.

Ein gebrochener Mann


Die Eltern des heute 17 Jahre alte Mädchens kamen vor 26 Jahren aus Eritrea nach Deutschland. Der Vater ist Frührentner und sitzt als gebrochener Mann zusammen mit seiner Frau neben der Verteidigerin der Tochter. Sie hätte Rechtsanwaltsgehilfin werden sollen. Aber dann war ihr "anderes wichtiger" und sie geriet in Kontakt mit Deniz, der sie mit einem Sportwagen durch die Gegend kutschierte, beschenkte und langsam aber sicher auf die schiefe Bahn zog.

Familienoberhaupt mit 18


Der 18 Jahre alte Roman stammt aus Kasachstan. Was er über den Alkoholismus seines Vaters, seines Großvaters, ja aller Männer in seiner Herkunftsfamilie erzählt, ist erschütternd. Als der Vater als Familienoberhaupt in Deutschland ausfiel, weil er nur noch betrunken und gewalttätig war, übernahm der älteste Sohn Pflichten, die ihn naturgemäß überforderten.

Die Fratze des Modewortes


Und dann gibt es noch Kai M., 23 Jahre alt, gebürtig in Polen. Sein Vater hat sich längst aus dem Staub gemacht. Seine Mutter ist inzwischen zum vierten Mal verheiratet. Was heute "Migrationshintergrund" genannt wird - hier ist die hässliche Fratze dieses Modewortes zum Greifen, zum Begreifen nahe.

Gemeinschaftlicher Mord


Den vier Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft gemeinschaftlichen Mord vor. Gegen den 44 Jahre alten Vater von Deniz E., einen weiteren 36 Jahre alten Mann sowie die mit einem der Angeklagten befreundete Mieterin der Kellerwohnung, die von dem Tatplan gewusst haben sollen, wird gesondert ermittelt.

Noch ist vieles unklar, etwa die Rollenverteilung. Wer tat, wer wusste was? Warum behauptete die damals 16-Jährige laut Deniz E., Yvan Schneider habe sie gegen ihren Willen entjungfert? Oder war es nur ein Kuss? Sie habe Namen nennen müssen, sagte sie heute Nachmittag mit kaum hörbarer Stimme, er habe nicht aufgehört. Tatsächlich, so fanden die Ermittler heraus, hatte das Opfer mit dem Mädchen wohl keinerlei Beziehung. Sie kannte nicht mal seine Telefonnummer. Warum erzählte sie von intimen Kontakten mit weiteren zwei jungen Männern? Aufschneiderei? E. soll nicht nur eifersüchtig, sondern geradezu besessen gewesen sein von dem jungen Mädchen. Er habe alle umbringen wollen, die seine Freundin "beschmutzt" hätten, heißt es. Warum also goss sie noch Öl ins Feuer?

Sie hat nicht gefragt


Warum lockte sie den nichts Böses ahnenden Yvan aus dem Haus? Wusste sie von der mörderischen Absicht ihres Freundes? Oder wusste sie nichts? Sie habe nicht gefragt, warum sie Yvan eine Falle stellen sollte. Sie habe sich nichts gedacht. Und dann, als es soweit war: "Ich konnte es nicht glauben? Ich hab mich total erschreckt und stand nur noch da." Wer soll das glauben. Warum tat sie nichts, als Deniz auf Yvan mit einem Baseballschläger losging? Sie habe sich weggedreht, sagt sie. Versuchte sie nicht, Deniz zurückzuhalten, als er auf das schon am Boden liegende Opfer weiter einprügelte und schließlich mit den Füßen auf ihm herumtrampelte? Nein. Sie ließ sich anschließend von Deniz heimfahren und ging zu Bett.

Eltern verlassen den Saal


Warum tat Roman, der Bundeswehrsoldat, nichts? Stand er nur in der Gegend herum? Seine Beschreibung der Tat vor Gericht ist so entsetzlich, dass die Eltern Yvans fluchtartig den Saal verlassen. Warum machte er überhaupt mit? Er habe Deniz "schützen" wollen, sagt er, falls es der mit "einem Stärkeren" nicht hätte aufnehmen können. Deniz habe die verflossenen Liebhaber seines Mädchen "schlagen" wollen. Yvan habe er überhaupt nicht gekannt. Er bestreitet, an der Planung beteiligt gewesen zu sein. Warum fiel er Deniz dann nicht in den Arm? Woher wusste er, dass der junge Mann, der ihm mit der 16-Jährigen auf dem Trampelpfad zur römischen "Villa Rustica" entgegenkam, einer jener Ex-Liebhaber gewesen sein soll? Vieles klingt unglaublich.

Keiner verlor die Nerven


Die Vorstellung, dass junge Leute mit solch hemmungsloser Brutalität auf einen der ihren eindreschen, der ihnen noch nicht mal irgendetwas getan hatte, entsetzt. Was dann folgte, entsetzt noch mehr. Das Zerstückeln der Leiche. Die Idee, Teile davon in Kübel einzuzementieren und im Neckar zu versenken. Das Tage andauernde Beseitigen des Toten. Zwischendurch kehrten die Täter immer wieder in ihren Alltag zurück. Von einer Affekttat, einem kurzfristigen Ausrasten kann also nicht die Rede sein. Da lief niemand in Panik weg. Da verlor keiner die Nerven. Da wurde überlegt und geplant. Da wurden Kübel und Zement herbeigeschafft. Als der in einer Mülltonne einzementierte Torso zu schwer wurde, war ein Flex-Gerät zur Hand, mit dem man den Zement wieder beseitigte. Und da soll auch noch Vater E. gewesen sein, der das Transportauto für die schwere Last zur Verfügung stellte und beim Wegbringen half.

"Gewalt hilft niemals weiter"


Die Familie des Opfers stammt aus dem Elsass, der Vater ist Musiktherapeut. In diesem Jahr hätte der Junge am Stuttgarter Wagenburg-Gymnasium das "Abibac", also das deutsche Abitur und das französische Baccalaureat, ablegen sollen. Mit anrührenden Aktionen versuchen seine Mitschüler seither, den Einbruch des Grauens in ihre hoffnungsvolle junge Welt zu bewältigen, etwa mit Hilfe eines Gedenkabends im Stuttgarter Alten Theater sowie einem Auftritt im Internet. Heute erschienen sie vor dem Landgericht in T-Shirts mit der Aufschrift "Gewalt hilft niemals weiter". Und auf der Rückseite - Yvan war ein begeisterter Handballer - trugen sie seine Nummer 10.

Unterschriften gesammelt


Sie fordern, dass die Angeklagten nicht nach Jugendstrafrecht abgeurteilt werden dürften. Sie haben Unterschriften dafür gesammelt, haben im Internet für ihr Anliegen geworben: "Wir wollen mit dieser Unterschriftenaktion dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger Ausdruck verleihen, um sicherzustellen, dass von derart grausamen Tätern niemals mehr eine Gefahr für die Menschen in unserem Lande ausgeht. Dies haben die zu unserem Schutz aufgerufenen Institutionen zu leisten."

Rechtsstaat geht anders


Bei allem Verständnis für die Wut und die Rat- und Hilflosigkeit derer, die Yvan liebten und kannten: Ein Rechtsstaat funktioniert anders. Da schaffen nicht Angehörige und Freunde des Opfers entsprechend ihren Gefühlen Gerechtigkeit. Nicht die Hinterbliebenen bestimmen über die Höhe der Strafe, sondern unabhängige Richter urteilen nach Recht und Gesetz. Die jungen Leute müssen dies begreifen lernen. Das sind sie um eines friedvollen Miteinanders willen dem so tragisch zu Tode Gekommenen schuldig.
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  #2
Alt 11.02.2008, 21:45
kücük sehitlere selam olsun

 
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ich kann es nicht fassen das jugendliche so ein tat zusammen vollbringen können.

ich war geschockt als ich diese Nachricht damals gehört habe. Jetzt bin ich entsetzt über die Details die ich eben gelesen habe.
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Kökünü begenmeyen dal ve dalini begenmeyen meyve daha olmadan cürür Necip Fazil Kisakürek
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  #3
Alt 11.02.2008, 21:49

 
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Alıntı: Mesajý yazan Arkadaþýmýz Enzar
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ich kann es nicht fassen das jugendliche so ein tat zusammen vollbringen können.

ich war geschockt als ich diese Nachricht damals gehört habe. Jetzt bin ich entsetzt über die Details die ich eben gelesen habe.
ging mir genauso...ich sollte eigentlich jegliche nachrichten boykottieren..aber die augen verschliessen vor der realität? bis wohin denn? ...
morgens keine nachrichten gesehn..war der tag noch ok..
mittagstief dank rtl nachrichten...2 tote bei uns hier beim schweren verkehrsunfall..alter der opfer 17 und 19 jahre...
zwischendurch tr nachrichten ...überflug und beerdigung der brandopfer von ludwigshafen (diese kleinen ca halben meter grossen kindersärge) und dann diese details hier wieder in den zurückgezappten deutschen nachrichten echt nicht gut für meine psyche ...
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  #4
Alt 17.04.2008, 21:43

 
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Es war ein grausiger Fund: Auf einer Art Scheiterhaufen aus Decken und Tapeten ist in Hamburg die verkohlte Leiche eines 17-Jährigen entdeckt worden. Seine Arme waren auf dem Rücken verschränkt - als sei er gefesselt worden.

Unheimliche Entdeckung


Jörg B. ist ein kräftiger Mann mit kurzen, braunen Haaren und kantigem Kinn. Der Mitarbeiter der Stadtentwässerung, er trägt eine blaue Latzhose und eine schwarze Steppjacke, sieht nicht so aus, als sei er leicht zu erschüttern. Doch als er am Mittwochnachmittag den Reportern gegenübertritt, ist er blass und wirkt verstört.


Wie ein Scheiterhaufen


B. hat eben auf einem Feldweg im Hamburger Stadtteil Billwerder die verkohlte Leiche eines Mannes entdeckt. Der Körper lag bäuchlings, die Hände auf dem Rücken verschränkt, auf einer Art Scheiterhaufen aus Decken und Tapetenresten. "Ich dachte erst, dass es eine Schaufensterpuppe ist", berichtete B. den Journalisten. Aber als er genauer hingeschaut habe, sei ihm Blut aufgefallen. "Es war schrecklich." Mit seinem Handy rief B. die Polizei.


Leiche mittlerweile identifiziert


Vermutungen, die Arme des Toten seien gefesselt gewesen, konnten die Ermittler auf Nachfrage nicht bestätigen. "Wir haben dazu derzeit keine Hinweise", sagte Polizeisprecher Ralf Kunz Spiegel Online. Jedoch sei das Opfer in der Zwischenzeit aufgrund einer Vermisstenanzeige identifiziert worden.


17-jähriges Opfer


Kunz Angaben zufolge handelt es sich um einen 17-Jährigen aus Billstedt, der von seiner Mutter am Dienstagnachmittag gegen 17.30 Uhr zuletzt gesehen und am Mittwoch gegen 18 Uhr als vermisst gemeldet worden war. Der Jugendliche sei der Polizei in der Vergangenheit wegen kleinerer Delikte aufgefallen. "Nichts Gravierendes", so Kunz.


Brandbeschleuniger entdeckt


"Bislang können wir nicht sagen, ob es sich um ein Tötungsdelikt handelt. Wir behandeln den Fall so, aber es könnte auch ein Selbstmord vorliegen", sagte Kunz. Noch stehe die Todesursache nicht fest. Die Leiche des Teenagers soll nun im Institut für Rechtsmedizin untersucht werden. Kriminaltechniker stellten jedoch bereits fest, dass der Körper mit Brandbeschleuniger angezündet worden war. Die Mordkommission ermittelt.


Ermittlungen noch am Anfang


Unklar ist bislang noch, ob der 17-Jährige in einer Stichstraße an der Autobahn A1 verstarb oder ob sein toter Körper dorthin gebracht wurde. Wenige Meter neben dem Fundort sind unlängst die Leitplanken der Autobahn wegen Bauarbeiten abgeschraubt worden. "Wir stehen noch ziemlich am Anfang", so Kunz.
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  #5
Alt 28.04.2008, 16:46

 
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Vater gesteht Inzest mit seiner Tochter

Geständnis im Inzest-Drama: Der österreichische Familienvater Josef F. hat zugegeben, seine Tochter 24 Jahre lang sexuell missbraucht und in einem Keller-Verlies gefangen gehalten zu haben. Der 73 Jahre alte Rentner gestand außerdem, die Leiche von einem der insgesamt sieben durch inzestuösen Missbrauch gezeugten Kinder im Heizkessel seines Haus verbrannt zu haben. "Er ist im Wesentlichen geständig, schwächt aber in Details ab", sagte Chefinspektor Leopold Etz vom Landeskriminalamt Niederösterreich am Montag. Die Polizei prüft, ob der Mann möglicherweise noch weitere Verbrechen begangen hat.

Der Vater hatte in einer Inzest-Beziehung mit seiner heute 42-jährigen Tochter Elisabeth F. sieben Kinder in der Kleinstadt Amstetten gezeugt. Mitleid mit den Betroffenen zeigte F. Berichten zufolge nicht. Der 73-Jährige, der noch am Montag einem Haftrichter in der Landeshauptstadt St. Pölten vorgeführt wird, muss nach Medienberichten mit einer Anklage wegen Vergewaltigung, jahrelanger Freiheitsberaubung, sexuellen Missbrauchs bis hin zum Mord rechnen. Das Ergebnis einer DNA-Analyse dürfte schon in Kürze vorliegen und alle Zweifel an einer Vaterschaft des Mannes beseitigen.


Schwere Persönlichkeitsstörung


Die Gerichtspsychiaterin Sigrun Rossmanith bescheinigte Josef F. eine schwere Persönlichkeitsstörung und ein herabgesetztes Selbstwertgefühl. Der Vater habe sich seine Tochter "als Partnerin herangezogen", sagte Rossmanith der österreichischen Nachrichtenagentur APA: "Er hat sich letztlich eine jederzeit verfügbare Sklavin gehalten." Josef F. habe sich seine Tochter "gefügig gemacht, sie gehalten und nach seinen Bedürfnissen benützt". "Ohne Zweifel hat er daraus einen sadistischen Lustgewinn gezogen", sagte die Expertin. Der Mann habe "absolute Kontrolle" ausgeübt.


Tochter leidet an Erbkrankheit


Elisabeth F. und fünf ihrer Kinder sind seit Samstagabend in der Obhut von Psychologen und werden medizinisch betreut. Der Zustand der 19-jährigen Tochter Kerstin, die vor über einer Woche bewusstlos in das Krankenhaus von Amstetten gebracht worden war, wurde am Montag von den Ärzten als ernst, aber stabil bezeichnet. Sie soll infolge des Inzests an einer schweren Erbkrankheit leiden. In der Nähe des Krankenhauses war der 73-Jährige am Samstagabend in Begleitung von Kerstins Mutter festgenommen worden.


Versteck elektronisch gesichert


Inzwischen veröffentlichte die Polizei erste Fotos des fensterlosen Keller-Gefängnisses, in dem Elisabeth F. vermutlich seit 1984 gefangen war. Hinter einer massiven Stahlbetontür mit Elektromotor waren die Räume verborgen, in denen Elisabeth F. und drei ihrer Kinder ohne Licht und Hoffnung leben mussten. Das etwa 60 Quadratmeter große Versteck war nur über einen kleinen Einstieg hinter einem Regal im Arbeitsraum von Josef F. zu erreichen. Der ehemalige Elektrotechniker hatte zwei kleine Schlafräume mit jeweils zwei Betten, eine kleine Küche, Toilette und Dusche installiert. Der Boden in dem Verlies sei uneben, berichtet die Polizei. Kontakt zur Außenwelt hatten Elisabeth F. und ihre Kinder nur über ein Fernsehgerät und ein Radio.

Familie durfte nicht in den Keller


Elisabeth F. lebte dort unten mit dreien ihrer Kinder, der heute 19 Jahre alten Kerstin, Stefan (18) und Felix (5). Die Kinder haben seit ihrer Geburt noch nie Tageslicht gesehen. Die drei anderen Lisa (15), Monika (14) und Alexander (13) hatten oben im Haus bei ihrem Vater und Großvater gewohnt. Nachbarn und Behörden hatte er erklärt, sie seien Kinder seiner vermissten Tochter, die sich bei einer Sekte aufhalte. Der Familie hatte er strikt verboten, die Kellerräume zu betreten.


"Betrügerisches Talent"


Die zuständigen Behörden wiesen jede Schuld an dem Verbrechen und den katastrophalen Auswirkungen für so viele traumatisierte Opfer zurück. Josef F. habe seine gesamte Umgebung perfekt getäuscht, hieß es in Amstetten. "Er wollte der alleinige Bestimmer seiner kleinen Welt sein", sagte der Direktor der Kriminologischen Zentralstelle Wiesbaden, Rudolf Egg. Diese Dominanzwünsche hätten sich durch den jahrelangen Erfolg immer weiter verschärft. "Das steigert sich dann zu einem: "Ich kann alles, und mich erwischt überhaupt niemand." Egg sagte weiter: "Da steckt ein hohes Maß Geschick und betrügerisches Talent dahinter."


Weitere Verbrechen begangen?


Inzwischen schloss der Leiter der Kriminalpolizei Niederösterreich, Franz Polzer, nicht aus, dass Josef F. weitere Verbrechen begangen haben könnte. Es werde "alles überprüft", sagte Polzer. Es gebe noch eine "breite Palette an offenen Fragen". Unklar ist unter anderem nach wie vor, wie der Mann es schaffte, die Familie im Kellerverlies jahrelang zu versorgen, ohne dass es seine Familie oder Nachbarn bemerkten.
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  #6
Alt 28.04.2008, 21:58
Ey iman ettiðini iddia edenler … !

 
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ich war schockiert als ich das heute morgen im Rasio hörte...



Im Fall der 42-jährigen Elisabeth Fritzl ergibt sich nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei folgende über Jahrzehnte dauernde Leidensgeschichte:

- 28. August 1984: Josef Fritzl lockt seine damals 18-jährige Tochter Elisabeth nach deren Angaben in den Keller, betäubt sie und sperrt sie mit Handschellen gefesselt in einem Raum ein.

- 29. August 1984: Elizabeth Fritzl wird als vermisst gemeldet. Der Vater präsentiert etwa einen Monat nach ihrem Verschwinden einen Brief, in dem die junge Frau darum bittet, nicht nach ihr zu suchen.

- 19. Mai 1993: Die "vermisste" Tochter legt nach Angaben des Vaters ein neun Monate altes Mädchen im Mehrparteienhaus der Familie ab. Bei dem Baby liegt ein handschriftlicher Brief der Vermissten, in dem sie erwähnt, bereits eine Tochter und einen Sohn zu haben, so dass kein Platz für ein weiteres Kind sei. (Diese vorher geborenen Kinder lebten damals seit ihrer Geburt bei der Mutter im Verlies.)

- 15. Dezember 1994: Unter gleichen Umständen wird ein zehn Monate altes Mädchen bei der Familie "entdeckt".

- 3. August 1997: Ein 15 Monate alter Junge wird auch im Haus der Großeltern "gefunden". (Sein Zwillingsbruder war nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei gestorben und später verbrannt worden.)

- 16. Dezember 2002: Elisabeth Fritzl bringt einen weiteren Sohn zur Welt, wie sie in einem vermutlich 2003 geschriebenen Brief an ihre Eltern schreibt. (Das Kind bleibt im Versteck.)

- 19. April 2008: Die schwerst erkrankte, bewusstlose 19-jährige Kerstin wird im Wohnhaus der Großeltern "abgelegt" und in das Landesklinikum Amstetten eingeliefert. Bei dem Mädchen findet sich ein handgeschriebener Brief, indem die leibliche Mutter Elisabeth (42) um Hilfe für ihre kranke Tochter bittet.

- In den Tagen danach, während die Polizei nach der Mutter der kranken Kerstin fahndet: Josef Fritzl holt seine Tochter (42) sowie zwei Söhne im Alter von 18 und 5 Jahren aus dem Verlies und erklärt seiner Ehefrau, die Tochter wäre mit den beiden Kindern nach Hause gekommen.

- 26. April 2008: Nach einem vertraulichen Hinweis greift die Polizei Josef Fritzl in Begleitung seiner Tochter Elisabeth in den Abendstunden nahe dem Klinikum auf, in dem Kerstin um ihr Leben kämpft. In der folgenden Befragung schildert die 42-Jährige ihr jahrzehntelanges Martyrium.
(dpa, N24)
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